Apherese
Andere Anwendungen
Apherese bei Mikrozirkulationsstörungen
Hierunter zählen insbesondere der Hörsturz und die altersabhängige Makuladegeneration. Dies ist eine schwere Erkrankung der Netzhaut des Auges, die zum Verlust des zentralen Sehvermögens führt.
Auch bei der Behandlung des ischämischen Diabetischen Fuß-Syndromes in schweren Fällen wurde die Lipidapherese bereits erfolgreich eingesetzt.
Die Wirkung besteht in der Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes durch die Entfernung von Fibrinogen und Cholesterin, die dann zu einer verbesserten Mikrozirkulation führt.
Apherese bei Autoimmunerkrankungen
Bei diesen Erkrankungen richtet der Körper sein Abwehrsystem aus Versehen gegen sich selbst, was zu sehr schweren und oft schlecht zu beherrschenden Erkrankungen führen kann.
Die Wirkung der Behandlung beruht auf der Entfernung von Bestandteilen des Immunsystemes (sogenannte Antikörper und Zellen), die die Erkrankungen auslösen und unterhalten.
Typischen Erkrankungen mit gesicherter Indikation sind:
Myasthenia gravis: Muskelschwäche durch Beeinträchtigung der Reizübertragung vom Nerv auf den Muskel durch Acetylcholinrezeptor-Antikörper.
Rheumatoide Arthritis: Schubweise verlaufende Gelenkentzündung mit Zerstörung der Gelenke; die Wirkung der Apherese ist gesichert, das Wirkprinzip nicht klar.
Apherese bei Vergiftungen
Hier handelt es sich um akute und lebensbedrohliche Erkrankungen, die auf Intensivstationen behandelt werden. Darunter fallen z.B. Arzneimittelvergiftungen oder Pilzvergiftungen.

