Kooperationen

Das St. Barbara-Krankenhaus und das Dialysezentrum in Schwandorf arbeiten seit Juni 2008 eng zusammen und schließen damit eine Versorgungslücke für Nierenpatienten im Landkreis Schwandorf.


Dank dieser Kooperation steht nun für Patienten, die während ihres Krankenhausaufenthaltes ein akutes Nierenversagen erleiden, eine hochmoderne Nierenersatztherapie mit allen modernen Verfahren zur Verfügung. Als Konsiliarärzte betreuen zudem die Nierenfachärzte Dr. Leicht , Dr. Wichmann und die Nierenfachärztin Frau Dr. Schmid des Dialysezentrums alle Patienten mit Nierenerkrankungen direkt im Krankenhaus. Außerdem steht ein Bereitschaftsdienst für nephrologische Notfälle rund um die Uhr zur Verfügung.

Der Ärztliche Direktor des St. Barbara-Krankenhauses, Dr. Detlef Schoenen, ist froh über die Zusammenarbeit: „Früher waren wir gezwungen, Patienten mit Nierenproblemen an andere Häuser zu verweisen, jetzt können wir sie endlich direkt bei uns behandeln.“ Auch für Dr. Joachim Leicht, Facharzt für Nieren- und Hochdruckkrankheiten, geht ein Wunsch in Erfüllung: „Mit der Akutdialyse im St. Barbara-Krankenhaus ist nun die Komplettversorgung von Nierenpatienten im Landkreis sichergestellt.“.

Ein Nierenversagen kann beispielsweise bei einem Unfall mit starkem Blutverlust auftreten oder während eines Krankenhausaufenthalts zum Beispiel nach einer Operation, als Folge einer schweren Erkrankung. Immer dann, wenn die Niere nicht mehr durchblutet wird und ihre Arbeit einstellt, ist schnelle Hilfe gefragt.

Das Dialysegerät übernimmt vor Ort als „künstliche Niere“ die Funktion des Organs: Es filtert aus dem Blut Flüssigkeit und Schlackenstoffe heraus. Nach der Reinigung wird das Blut wieder zum Patienten zurückgeführt.

Das High-Tech-Gerät, das im St. Barbara-Krankenhaus zur Verfügung steht, ist für alle Dialyseverfahren geeignet und kann ganz individuell auf die Bedürfnisse des Patienten eingestellt werden. Neben der oben beschriebenen „Hämodialyse“ sind in Zukunft auch Behandlungen von schweren Vergiftungen, schwersten Fettstoffwechselstörungen oder die Behandlung von Autoimmunerkrankungen durch eine so genannte „Apherese“ mit einem weiteren Gerät möglich.

Ziel der Akutdialyse im Krankenhaus ist es, die Nierenfunktion des Patienten wiederherzustellen. Sollte dies nicht möglich sein, erfolgt eine weitere chronische Behandlung im Dialysezentrum in Schwandorf. Das zertifizierte Zentrum bietet eine umfassende Betreuung für Nierenpatienten in allen Krankheitsstadien bis hin zur regelmäßige Dialyse. Auch für die regelmäßige chronische Dialyse werden alle modernen Verfahren der Hämodialyse einschließlich Nachtdialyse, der Bauchfelldialyse und der Nachbetreuung nach Transplantation angeboten.