Informationen für Patienten

Ernährungsberatung

Flüssigkeit

Mit Beginn der Dialysebehandlung nimmt die Urinmenge in der Regel kontinuierlich ab, so dass der Flüssigkeitsentzug immer mehr während der Dialyse stattfindet. Bei unkontrollierter Flüssigkeitsaufnahme kommt es deshalb zu großen Schwankungen des Flüssigkeitshaushaltes. Ein Zuviel an Flüssigkeit führt zu sichtbaren Wasseransammlungen (Ödeme) im Körper, einer Neigung zu hohen Blutdruckwerten, sowie insgesamt zu einer starken Belastung des Herz-Kreislauf-Systems. Der dann notwendige stärkere Wasserentzug während der Dialyse führt ebenfalls zu Kreislaufproblemen und die Dialysebehandlung muss eventuell verlängert werden. Die beste Kontrolle für die Flüssigkeitsmenge ist das Köpergewicht, dass daher täglich morgens nüchtern in gleicher leichter Kleidung gewogen werden sollte. Die Gewichtszunahme zwischen den Dialysen sollte im Idealfall nicht mehr als 1,5 – 2,0 kg betragen.

 

Der Körper verliert täglich etwa 500 ml an Flüssigkeit über den Schweiß, die Atemluft und den Stuhlgang. Für eine optimale Flüssigkeitskontrolle gilt als Faustregel, dass die Trinkmenge pro Tag gleich der Resturinausscheidung plus 500 ml beträgt.

Faustregel: Restausscheidung + 500 ml = Trinkmenge pro Tag

Tipps zur besseren Einhaltung der Trinkmenge

  • Das Lutschen von süßsauren Bonbons kann Durst erträglicher machen
  • An heißen Tagen kann auch das Lutschen von Eiswürfeln in begrenzter Menge (!) Erleichterung schaffen
  • Trinken Sie aus kleinen Gefäßen
  • Bedenken Sie, stark wasserhaltige Speisen, wie z.B. Suppen, Brühen und Saucen zu vermeiden, da diese auch zu den Flüssigkeiten zählen!
  • Obst besteht zu fast 100% aus Wasser!
  • Joghurt, Quark oder Pudding bestehen ebenfalls zu über 90% aus Wasser!
  • Ernähren Sie sich salzarm, da Salz den Durst verstärkt.
  • Milch löscht den Durst schlecht
  • Wasserreiche Nahrungsmittel:
    Obst, Gemüse, Suppen, Soßen, Milch, Milchprodukte, Joghurt, Pudding, Rote Grütze, Eis
  • Erfahrungsgemäß trinkt man von warmen oder heißen Getränken viel weniger als von kalten Getränken. Trinken Sie also lieber warm statt kalt.

Allgemeines

Mit Beginn der Dialysebehandlung ändert sich auch die notwendige Diät.

Auch unter der Dialysebehandlung ist es dringend erforderlich, bestimmte Ernährungsvorschriften zu beachten, da die Dialyse die Nierenfunktion nicht voll ersetzen kann. Außerdem gehen während der Hämodialyse auch energiehaltige Stoffe verloren. Bei der CAPD (Bauchfelldialyse) kommt es über die Dialyseflüssigkeit zur Aufnahme von Energie und zu einem Verlust von Eiweiß. Mit einer angepassten Ernährung können Sie dazu beitragen, dass der Körper ausreichend ernährt wird und dass sich zwischen den Dialysen nicht zu viele Giftstoffe und zuviel Flüssigkeit im Körper anreichern. Dadurch können Sie Ihr Wohlbefinden steigern. Die Dialyse ist weniger belastend, Medikamente können eingespart werden und zusätzliche Komplikationen werden vermieden.

Im Folgenden sollen die Besonderheiten der Ernährung bezüglich der Flüssigkeitszufuhr, der Ballaststoffe, der Vitamine sowie der Hauptnährstoffe (Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate) und der Mineralstoffe (Natrium, Kalium, Phosphat) angeführt werden.

Nahrungsbestandteile
Die wichtigsten Nahrungsbestandteile, auf die Sie achten müssen, sind die Kalorienträger Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett sowie die Elektrolyte Natrium und Kalium.

Eiweiß
Eiweiß benötigen Sie zum Aufbau und Erhalt der Muskulatur und inneren Organe. Über die Dialyse gehen auch Eiweißbaustoffe verloren. Als Dialysepatient benötigen Sie deshalb mehr Eiweiß als vor Beginn der Dialyse erlaubt war. Für Patienten an der Hämodialyse sollte die Eiweißzufuhr 1 – 1,2 Gramm/kg Körpergewicht betragen.

Nehmen Sie zu wenig Eiweiß zu sich, drohen Muskelschwund, Gewichtsabnahme und erhöhte Infektanfälligkeit. Bei zuviel Eiweiß fallen vermehrt Giftstoffe aus dem Abbau von Eiweiß an und die Dialysebehandlung muss eventuell verlängert werden. Da das Nahrungseiweiß für den Dialysepatienten biologisch hochwertig sein soll, ist zu empfehlen, zumindest die Hälfte davon aus Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs zu decken. In der Kombination Kartoffeln mit Ei kann der Körper das Eiweiß am besten aufnehmen.

Leider ist in allen eiweißhaltigen Nahrungsmitteln gleichzeitig Phosphat enthalten. Es ist nicht möglich, dauerhaft mehr als 60 bis 70 Gramm Eiweiß aufzunehmen, ohne dass die Phosphattoleranz überschritten wir. In Einzelfällen kann Eiweiß durch die Einnahme von besonderen Eiweißkonzentraten (ohne Phosphat) der Nahrung zugeführt werden. Dennoch gibt es Unterschiede im Phosphatgehalt der Nahrungsmittel, die durch den Phosphor-Eiweiß-Quotienten (Verhältnis Phosphat/Eiweiß) ausgedrückt werden. Ist dieser Quotient niedrig, ist das Nahrungsmittel für Sie gut geeignet. Ist er hoch, ist es weniger geeignet.

niedriger Quotient / gut geeignet

  • Corned beef (Deutsch): 6
  • Brie (50% F.i.Tr.): 8
  • Hammelfleisch: 8
  • Münsterkäse (50% F.i.Tr.): 8
  • Harzerkäse (-10% F.i.Tr.): 9
  • Hühnerbrust: 9
  • Rindfleisch (i. D.): 9
  • Schweinefleisch (i. D.): 9
  • Kabeljau: 10
  • Kalbfleisch (i. D.): 10
  • Salami, Mettwurst (i. D.): 10
  • Limburger (40% F.i.Tr.): 11
  • Doppelrahmfrischkäse (80%): 12
  • Erbsen (Dose): 16

hoher Quotient / weniger gut geeignet

  • Kochkäse (20% F.i.Tr.): 72
  • Schmelzkäse (45% F.i.Tr.): 40
  • Milch (3,5%): 27
  • Emmentaler (45% F.i.Tr.): 22
  • Chester (50% F.i.Tr.): 21
  • Camembert (60% F.i.Tr.): 19
  • Edelpilzkäse (50% F.i.Tr.): 17
  • Ei: 17
  • Gouda (45% F.i.Tr.): 17
  • Reis: 17

Phosphat
Phosphat ist vor allem in Vollkornprodukten, Fleisch, Milch und Milchprodukten enthalten. Eine phosphatreiche Ernährung führt bei Dialysepatienten zur Knochenerkrankung mit einer Aufweichung des Knochens (renale Osteopathie). Außerdem kann ein erhöhtes Phosphat zusammen mit Calcium zu Kalkablagerungen in Organen, Gefäßen und Weichteilen führen. Da im Rahmen einer angepassten Eiweißzufuhr wie oben schon erwähnt auch zu viel Phosphat zugeführt wird, muss medikamentös nachgeholfen werden. Aluminiumsalze (Calciumacetat), Calciumcarbonat, Renagel und Fosrenol binden Phosphat im Darm und verhindern die Aufnahme in den Körper. Deshalb müssen diese Medikamente regelmäßig (!) eingenommen werden.

In der Regel sollten nicht mehr als 800 bis 1000 mg Phosphor/Tag (=ca. 2400-3000 mg Phosphat) gegessen werden.

Nahrungsmittel, denen phosphathaltige Stoffe zugesetzt sind, sollten sie meiden. Derartige Zusatzstoffe sind auf der Verpackung aufgeführt. Die wichtigsten sind:

  • E322: Lecithin
  • E338: Orhophosphatsäure
  • E339: Natriummonophosphat
  • E340: Kaliummonophosphat
  • E341: Calciummonophosphat
  • E343: Magnesiumorthophosphat
  • E450a: Diphosphat
  • E450b: Triphosphat
  • E450c: Polyphosphat
  • E540: Dicalciumdiphosphat
  • E543: Calciumnatriumpolyphosphat
  • E544: Calciumpolyphosphate

Besonders phosphathaltige Lebensmittel sind Cola, Kondensmilch, Backwaren, Wurstwaren, Schmelzkäse, Streichkäse, Scheiblettenkäse, Emmentaler, Weizen und Hülsenfrüchte.

Fett
Fette und ihre Abbauprodukte sind im Hinblick auf die Dialyse relativ unproblematisch und 30-35% der Energie sollten aus Fett stammen. Verwenden Sie deshalb z.B. hochwertige Fette wie Olivenöl, Distelöl oder Sonnenblumenöl; gehärtet Fette, wie Kokos- oder Palmkernöl sollten Sie meiden.
Insgesamt sollte die Zufuhrempfehlung von 1g/kg Körpergewicht und Tag nicht wesentlich überschritten werden. So beugen Sie der Entstehung einer Arteriosklerose durch zu viel Fett vor.

Gute zu empfehlende Koch- und Streichfette sind:

  • Olivenöl
  • Sonnenblumenöl
  • Distelöl
  • Sojaöl
  • Sonnenblumenmargarine
  • Diätmargarine


Kohlenhydrate
Die Kohlenhydrate sind die wichtigsten Energieträger in unserer Ernährung. Sie sollten etwa 50 - 55% der Hauptnährstoffe ausmachen. Beim Abbau fallen keine Giftstoffe an, dafür liefern aber viele kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel reichlich Kalium (z.B. Kartoffeln).

Natrium (Kochsalz)
Kochsalz fördert die Einlagerung von Wasser in das Körpergewebe und lässt den Blutdruck ansteigen. Es verstärkt außerdem den Durst. Daher sollte der Dialysepatient im allgemeinen salzarm essen (weniger als 6 g Kochsalz pro Tag). Der Körper nimmt 5-6 Gramm Salz auf, auch wenn Sie völlig auf Kochsalz und sehr salzreiche Produkte verzichten. Anstatt Salz zu verwenden, sollten Sie eher das Essen richtig würzen. Dazu geeignet sind Kräuter, Gewürze, Senf, Knoblauch, Zwiebeln, Tomaten (nicht Tomatenmark). Essen Sie intensiv schmeckende Nahrungsmittel. Achten Sie auf die richtige, geschmacksgebende Zubereitung. Besonders gut bietet sich das Rösten, Braten, Grillen, Frittieren oder Toasten an.

Natriumreiche Nahrungsmittel (und damit für Dialysepatienten nicht zu empfehlen) sind:

  • Roher und gekochter Schinken
  • Bünder Fleisch, Geräuchertes
  • Seelachs in Öl, Salzhering
  • Schmelzkäse, Edelpilzkäse
  • Salzstangen, Knabbergebäck und Chips
  • Ketchup, Tomatenmark
  • Konserven
  • Fertigsoßen, Fertiggerichte
  • Oliven, Salzgurken
  • Corned Beef
  • Cornflakes
  • Salami

Viele Fertigprodukte enthalten reichlich Kochsalz. Beachten Sie die Packungsangaben und bereiten Sie Ihre Speisen besser aus frischen Nahrungsmitteln zu. Der Geschmack ist intensiver und Sie wissen genau, was Sie vor sich haben.

Verwenden Sie kein Diätsalz (mit Kaliumchlorid!). Dies könnte wegen des hohen Kaliums für Sie lebensgefährlich sein!!!

Viel Salz ist auch in Brühwürfeln, Sojasoßen, Würzsoßen, Knoblauchsalz, Glutamat, Jodsalz, Meersalz, Maggi und natriumreichem Mineralwasser enthalten. Trinken Sie Mineralwasser mit weniger als 50 mg Natrium/Liter.
Etwas großzügiger mit Kochsalz können die wenigen Patienten verfahren, die eher zu niedrigen Blutdruck haben und nicht zu Wassereinlagerungen neigen. Das gleiche gilt für Patienten mit Dauerperitonealdialyse, da hier unter Umständen mehr Natrium mit dem Dialysat aus dem Körper entfernt wird.

Calcium
Der Mineralstoff Calcium kommt fast immer in Nahrungsmitteln vor, die gleichzeitig auch reichlich Phosphat enthalten (z.B. Milch oder Käse). Calcium ist wichtig für die Knochen. In der Nahrung ist meist zu wenig Calcium enthalten. Deshalb empfiehlt es sich Calciumpräparate zum Ausgleich eines Mangels einzusetzen. Diese enthalten in der Regel Calciumacetat (=Kalk) und sind daher bezüglich der Nebenwirkungen unbedenklich. Außerdem helfen sie zusätzlich bei der Senkung des Phosphatspiegels. Deshalb müssen Sie unmittelbar vor dem Essen eingenommen werden.

Ballaststoffe
Ballaststoffe sind pflanzliche, unverdaubare Nahrungsbestandteile. Die Ernährung des Dialysepatienten sollte möglichst ballaststoffreich sein, da Ballaststoffe im Darm entstehende Gifte binden und zur Ausscheidung bringen. Außerdem tragen sie bei Darmträgheit zur Regulierung der Darmtätigkeit bei.
Leider gestaltet sich eine ballaststoffreiche Ernährung schwierig, da sie z.B. im Falle von Obst und Gemüse viel Kalium, im Falle von Müsli oder Kleie viel Phosphat enthält. Sollten Sie unter Verstopfung leiden, können Sie sich auch mit der Einnahmen von zweimal täglich zwei Esslöffel Milchzucker helfen.

Vitamine
Durch die Dialyse gehen auch wasserlösliche Vitamine (Vit. C, B1, B2, B6, Folsäure) verloren, wodurch es zum Vitaminmangel kommen kann. Von Ihrem Arzt können Sie zur Therapie oder Vorbeugung Vitaminpräparate verordnet bekommen (z.B. Renavit). Sie sollten sich selbst aber keine herkömmlichen Vitaminpräparate "verordnen". Achten Sie darauf, dass Ihr Vitaminpräparat keine fettlöslichen Vitamine (A, D, E, K) enthält. Auf Mulivitaminsäfte sollten sie verzichten (Flüssigkeit!, Kalium!, Vit. A!)

Diese Ernährungsempfehlungen sollen für Sie als Richtlinien und zur Orientierung dienen. Sie sind natürlich nicht vollständig, sondern behandeln lediglich die wichtigsten Aspekte. Letztlich muss die Ernährung für jeden Dialysepatienten, je nach seiner Krankheit und seinen Bedürfnissen individuell zusammengestellt werden. Dabei sind wir Ihnen gerne behilflich.
Mit etwas Phantasie lässt sich trotz der genannten Diäteinschränkungen eine gute, nahrhafte und schmackhafte Kost zubereiten. Als Anregungen hierzu sollen Ihnen unsere Rezepte dienen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen guten Appetit!


Kalium

Zu viel Kalium kann für Sie lebensgefährlich sein!
Ein zu hoher Kaliumgehalt in der Nahrung kann zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen. Daher müssen Sie als Dialysepatient die Kaliumzufuhr im Vergleich zum Gesunden einschränken. Es sollten in der Regel nicht mehr als 2 g pro Tag aufgenommen werden. Diätsalz ist für den Dialysepatienten verboten und lebensgefährlich!

Vorboten eines erhöhten Kaliums:

  • Metallischer Geschmack im Mund 
  • Taubheitsgefühl, besonders im Gesichtsbereich und in den Fingerspitzen
  • Muskelzittern
  •  Steife, schwere Beine
  •  Langsamer Puls
  • Herzrhythmusstörungen

Kaliumreiche Nahrungsmittel (und damit nicht geeignet) sind:

  • Trockenobst, Obst, besonders Bananen und Honigmelone, Kirschen Kiwi, Mirabellen, Obstsäfte
  • Pumpernickel, Vollkornprodukte, Vollkornbrot, Haferflocken, Kleie
  • Nüsse, Mandeln
  • Kartoffeln, Kartoffelchips, Pellkartoffeln, Pommes Frites
  • Gemüse und Gemüsesäfte, Tomatenmark, frische und getrocknete Pilze
  • Diätsalz aus Kaliumchlorid
  • Kakao, Lakrize
  • Fertigprodukte
  • Ölsardinen, Thunfisch
  • Fleischextrakt
  • Spargel, Kohl wie Brokkoli, Kohlrabi, Rosenkohl, Spinat

Kalium ist gut wasserlöslich und so lassen sich zwischen 50% und 80% des Kaliums durch Wässern der Lebensmittel entfernen. Wichtig ist, dass richtig gewässert werden muss. Dabei sind folgende Hinweise zu beachten:

  • Kartoffeln relativ dick schälen. Die 10-fache Menge Wasser auf 70° C erhitzen. Kartoffelstücke hineingeben und den Herd ausstellen. Kartoffeln mit geschlossenem Deckel für etwa drei Stunden auf der ausgeschalteten Herdplatte auskühlen lassen. Das Wasser abgießen und die Kartoffeln mit Wasser bedeckt kochen.
  • Vorteil: Sie sparen 80% des Kaliums gegenüber herkömmlich gekochten Kartoffen ein.

Weitere Tipps um wenig Kalium aufzunehmen:

  • Obst und Gemüse aus Konserven enthält nur noch die Hälfte des Kaliums (im Vergleich zu frischen Produkten). Sie müssen dazu das Konservenwasser weggießen!
  • Tiefgekühltes Gemüse oder Obst enthält genauso viel Kalium wie frisches. Frieren Sie Gemüse oder Obst selbst ein, so reduzieren Sie den Kaliumgehalt durch vorheriges blanchieren oder wässern.
  • Natürlich können Sie auch frisches Obst und Gemüse essen. Eine Tomate, eine Portion Kopfsalat, ein Apfel, etwas Vollkornbrot wird Ihnen nicht schaden. Die Menge ist entscheidend!
  • Kaliumärmere Obstsorten sind in einer Menge bis 150g/Tag erlaubt, z.B. Ananas, Äpfel, Birnen, Beerenfrüchte, Pflaumen, Orangen, Mandarinen, Grapefruit, Zitronen.
  • Am besten essen Sie Obst direkt vor der Dialyse.
  • Fruchtsaft besteht zu 100% aus Fruchtbestandteilen und hat somit viel Kalium. Fruchtnektar enthält nur 50% Fruchtbestandteile, Fruchtsaftgetränke nur 30%, Fruchtsirup häufig weniger als 30%. Durch Verdünnen mit Wasser können Sie den Kaliumgehalt jeweils weiter reduzieren.
  • Am Wochenende = langes Intervall:
    möglichst keine Kartoffeln essen, besser Reis, Nudeln, Spätzle oder Semmelknödel
  • Diätsalz nicht benutzen, denn dieses besteht aus Kaliumchlorid!

Nahrungsmittel im Vergleich

  • 1 Nektarine oder 3 Aprikosen (100g): 270mg Kalium
    1 kleine Birne: 125mg Kalium
  • 100g Champignons, roh (10 Stück): 420mg Kalium
    oder Champignons aus der Dose: 130mg Kalium
  • 1 große Pellkartoffel (100g): 400mg Kalium
    oder Kartoffelstücke in viel Wasser gekocht: 170mg Kalium
  • 1 Tafel Schokolade: 450mg Kalium
    1 Tafel weiße Schokolade: 250mg Kalium

Für Tee und Kaffee gibt es in Nährwerttabellen oft keine Angaben über den Kaliumgehalt. Hier einige Beispiele: (bezogen auf je 100g)

  • Röstkaffee: 1730 mg
  • Nescafe: 4830(!) mg
  • Karo-Kaffee: 1250 mg
  • Tee (schwarz): 1790 mg
  • Mate Tee: 370 mg

Marcumar

Ernährung unter Einnahme von Marcumar

In hoher Dosierung kann das in Nahrungsmitteln enthaltene Vitamin K1 die blutgerinnungshemmende Wirkung von Marcumar aufheben, deshalb sollte auf diese Nahrungsmittel weitgehend verzichtet werden.

Nahrungsmittel mit einem hohen Vitamin K Gehalt:

Nahrungsmittel (100g)
Alle Werte in Vitamin K (µg).

  • Algen: 300
  • Blattgemüse: 280
  • Blattsalat mit Dressing: 153
  • Blumenkohl frisch: 208
  • Blumenkohl gegart: 221
  • Bohnen grün getrocknet: 186
  • Bohnen weiß reif: 190
  • Brennnessel frisch: 600
  • Broccoli frisch: 121
  • Broccoli gegart: 129
  • Chicoree frisch: 200
  • Chinakohl frisch: 250
  • Chinakohl gegart: 264
  • Eisbergsalat frisch: 112
  • Endivien frisch: 200
  • Feldsalat frisch: 200
  • Feldsalat mit Dressing: 183
  • Fenchel frisch: 240
  • Fenchel frisch gegart: 268
  • Frankfurter Grüne Soße Kräutermischung: 570
  • Gemüsezwiebel frisch: 310
  • Goabohnen reif frisch: 150
  • Grießnockerln: 145
  • Grünkohl (Braunkohl) gegart: 225
  • Grünkohl frisch: 250
  • Hühnerei Eigelb frisch: 147
  • Hühnerei Volleipulver: 160
  • Knoblauch frisch: 300
  • Knoblauch getrocknet: 783
  • Knoblauch Pulver: 791
  • Knollensellerie frisch: 100
  • Kopfsalat frisch: 133
  • Kräuterbutter A68: 112
  • Kresse frisch: 600
  • Küchenkräuter: 300
  • Limabohne getrocknet: 149
  • Linsen reif frisch: 223
  • Löwenzahn frisch: 600
  • Löwenzahn frisch gegart: 634
  • Mangold frisch gegart: 414
  • Melde (Gartenmelde) gegart: 414
  • Mohnöl: 500
  • Mohrrübe getrocknet: 419
  • Mungobohnen reif: 130
  • Perlzwiebel Konserve, abgetropft: 326
  • Petersilienblatt frisch: 790
  • Pfifferling getrocknet: 156
  • Pilze getrocknet: 194
  • Porree (Lauch) gegart: 224
  • Porree frisch: 200
  • Portulak frisch: 200
  • Portulak gegart: 224
  • Quark mit Kräutern Fettstufe: 135
  • Radicchio frisch: 200
  • Roggenkeime: 160
  • Romanosalat frisch: 200
  • Rosenkohl frisch: 250
  • Rosenkohl gegart: 249
  • Rotkohl (Blaukraut) gegart: 103
  • Rotkohl frisch: 100
  • Rotkohl Konserve gegart: 103
  • Rapsöl: 150
  • Salat griechisch: 123
  • Salatgemüse frisch: 133
  • Sauerampfer frisch: 600
  • Schalotte frisch: 310
  • Schnittlauch frisch: 570
  • Schnittsalat frisch: 200
  • Sojabohnen getrocknet: 176
  • Sojamehl vollfett: 200
  • Spinat frisch: 280
  • Spinat frisch gegart: 288
  • Spinat Gemüsesaft: 286
  • Spinat Konserve gegart: 286
  • Spinat tiefgefroren gegart: 302
  • Sprossen- und Lauchgemüse: 310
  • Steinpilz getrocknet: 113
  • Straucherbsen reif frisch: 150
  • Tamarinden (Sauerdattel) reif frisch: 150
  • Tomaten Konzentrat: 108
  • Traubenkernöl: 280
  • Weizenkeime: 131
  • Weizenkeimflocken: 131
  • Wirsingkohl frisch: 100
  • Wirsingkohl gegart: 102
  • Zwiebelkuchen: 123
  • Zwiebeln frisch: 310
  • Zwiebeln frisch gegart: 348
  • Zwiebeln getrocknet: 3379
  • Zwiebelpulver: 3415