Apherese

Apherese bei Hörsturz

Beim Hörsturz kommt es plötzlich zu einem einseitigen Hörverlust, der bis zur völligen Taubheit gehen kann (Innenohrschwerhörigkeit). Die Erkrankung ist nicht selten, es treten etwa 20 Fälle pro 100000 Einwohner und Jahr auf.

Für diese Erkrankung gibt es viele Ursachen, wobei eine verschlechterte Durchblutung des Innenohres durch „zu dickes“ Blut mit schlechten Fließeigenschaften eine der Hauptursachen darzustellen scheint. Hohe Konzentrationen von Fibrinogen und Cholesterin verschlechtern die Fließeigenschaften des Blutes.

Deshalb kann eine Absenkung von Fibirnogen und Cholesterin im Blut durch die Verbesserung der Fließeigenschaften eine Besserung oder Heilung des Hörsturzes bewirken.

Gerade diese Stoffe werden durch die Lipidapherese sehr gut entfernt, sodass dieses Verfahren eine Therapie des Hörsturzes darstellt.

Diese Therapie wird in der Regel nur einmalig durchgeführt und dauert etwa 2-3 Stunden. Leider wird diese Therapie normalerweise nicht von den Krankenkassen übernommen, sodass sie als Selbstzahlerleistung anzusehen ist (bei einem Antrag zur Kostenerstattung unterstützen wir Sie gerne). 

Der Nutzen dieser Therapie wurde in einer wissenschaftlichen Studie belegt, die 12/2002 in der Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht wurde.

Apherese zur Behandlung des Hörsturzes

In dieser Arbeit zeigt sich, dass eine einmalige Behandlung innerhalb von 14 Tagen nach Erkrankungsbeginn in etwas der Hälfte der Fälle zu einer Besserung führte. Dies entspricht etwa der Erfolgsrate der Standardtherapie (Infusiontherapie). Bei Patienten mit stark erhöhtem Fibrinogen (ein Gerinnungswert im Blut) waren die Ergebnisse besonders gut.